Pädagogisches Konzept


Die Projektschule Graz entstand aus dem Pioniergeist der 70er Jahre und wurde lange von diesem getragen. Großes Engagement und die Ideale von Eltern und LehrerInnen ermöglichten Kindern Freiheiten, die im herkömmlichen Schulsystem nicht möglich waren. Nun wird unsere Schule erwachsen. Neue Strukturen und Ordnungen erweisen sich als sinnvoll und notwendig. Professionalität trägt das Team und sichert die Qualität unserer „Lebensschule“.


Die Projektschule Graz steht für


  • die Förderung der ganzheitlichen Entwicklung der Persönlichkeit
  • das Fördern der Stärken des Einzelnen und seiner Fähigkeit zum sozialen Handeln
  • selbstständiges Arbeiten
  • freie Entfaltungsmöglichkeiten
  • Ausgewogenheit von emotionalen, sozialen, kognitiven und handwerklich-kreativen Lernzielen
  • Individuelles, forschendes und entdeckendes Lernen

Die pädagogischen Schwerpunkte in unserer Lebensschule sind:


  • Durch die verschränkte Ganztagesform (8.00 bis 15.15 Uhr, Mittwoch bis 13.15 Uhr und Betreuungsmöglichkeit täglich bis 16 Uhr gegen zusätzliche Kostenverrechnung) versteht sich unsere Schule nicht nur als Lern-, sondern auch als Lebensort. Achtsamkeit und eine Kultur des Umgangs miteinander, die von Respekt geprägt ist, sind uns wichtige Anliegen in der Begleitung der Kinder.
  • Ganzheitliches Lernen: Die Verbindung von kognitivem, affektivem und praktischem Lernen.
  • Gelebte Demokratie im Schul- und Klassenpalaver.
  • Klare verständliche Ordnungen und Regeln sind Hilfen in unserem täglichen Miteinander.
  • Unsere Ganztagsschule ermöglicht dem einzelnen Kind mit Hilfe der Gruppe größtmögliches, persönliches Wachstum und ein hohes Maß an Erfahrung von zwischenmenschlichen Beziehungen.
  • Methoden der Reformpädagogik werden auf unsere Bedürfnisse abgestimmt und umgesetzt.
  • Lernzielkatalog, verbale Beurteilung statt Ziffernbenotung.
  • Förderung der Kreativität (Theater, Tanz, Bildnerisches Gestalten) in altersgemischten Kursen.
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, sowie persönlich bedeutsames Lernen, basierend auf den Erkenntnissen der humanistischen Psychologie.

Besonderheiten, die die Projektschule auszeichnen sind:


  • Wir versuchen in jeder Klasse ein ausgewogenen Verhältnis an Buben und Mädchen zu erreichen: nur eine Klasse pro Jahrgang
  • Klassenübergreifende Projektarbeit
  • Übungsstunden im Teamteaching (daher keine Hausübungen)
  • Gelenkte und ungelenkte Freizeit (nach dem Mittagessen verbringen die Kinder 1 ½ Stunden Freizeit, in denen zwar Betreuer anwesend sind, die Kinder aber innerhalb der festgelegten Regeln und Grenzen ihre Wünsche und Ideen ausleben können („ungelenkte Freizeit“). Den Abschluss des Tages bilden 1 ½ Stunden „gelenkte Freizeit“, in der die Kinder unter Anleitung handwerklich-kreative oder sportliche Aktivitäten ausüben.)
  • Regelmäßige Ausflüge und Exkursionen, mehrtägige Projekttage und Schitage

Pilotprojekt Mehrstufenklasse


In den Mehrstufenklassen werden in einem Klassenverband Kinder im Alter von 6 - 10 Jahren individuell unterrichtet. Dabei wird auf die individuelle Förderung des einzelnen Kindes besonders Bedacht genommen. Durch den altersheterogenen Klassenverband wird auf das Lerntempo der Kinder besser eingegangen. Ansprüchen nach Begabtenförderung, aber auch nach Förderung lernschwacher Kinder kann optimal entsprochen werden. Durch eine vorbereitete Lernumgebung für alle Schulstufen werden die Interessen der Kinder angesprochen. Lernen voneinander wird gefördert. Unterschiedliche Alterstufen lernen qualitativ anderen sozialen Umgang miteinander.